Freitag, 30. Mai 2008

Und ich mach mir ins Hemd weil da vielleicht Haie im Wasser sind ...

... dabei gibt es noch ganz andere Tiere in der Bucht von Wellington!

Nichtsahnend schlage ich heute morgen die Dominion Post auf und das erste was mir ins Auge fällt, ist ein Bild eines Killerwals.



Neugierig gehe ich den Artikel durch und muss lesen, dass wir seit gestern ein Trüppchen (oder heißt das bei Walen Rudel? Oder Horde?) Killerwale in der Bucht haben!!! Orcas! Free Willys! 12 Stück insgesamt. Several large males, females and juveniles. Na wenn das nicht mal eine Sensation ist.
Da es aber anscheinend in der Bucht nichts wirklich spannendes gibt, ist das Trüppchen gestern nachmittag zur Seehundkolonie nach Red Rocks geschwommen, die auf der anderen Seite von Wellington in der Cook Strait ist. Wie schreibt die DomPost doch so schön: ... in the hope of a late lunch ... na dann mal guten Appetit!
Mal sehen, vielleicht kann man die Orcas in den nächsten Tagen noch live erleben.

Nun noch der dämlichste Witz, den ich seit langem gehört habe. Nachdem ich heute golfen war, hab ich beschlossen, dass es mal wieder Zeit ist, dass meine Schläger eine Grundreinigung bekommen. Also hab ich meinen Bag geschultert und hab ihn mit nach Hause genommen. Da ich mit dem Teil ja durch die ganze Stadt und den Berg rauf muss, kommt auch schon mal die ein oder andere Ampel, an der man warten muss. Ich stand dort also ganz unschuldig an der Ampel, kommt so ein Typ, guckt mich an, guckt meine Schläger (clubs) an und sagt: Are you goin´ clubbin´ tonight?
Witzig Typ ...!

Heute war übrigens auch mein letzter Unitag. War aber nicht so wirklich spektakulär. Die einzige Vorlesung, die ich hatte, war nach 20 min. beendet und somit war es das.
Jetzt heißt es: lernen, lernen, lernen ... und Golf spielen! :-)

Dienstag, 27. Mai 2008

High-End Technologies

In Neuseeland werden Dinge eingeführt und als "brand new" verkauft, die in anderen Ländern ein alter Hut sind. Ganz neu z.B. momentan: Mobile Phone Roaming!!!! Wow! A-ma-zing! Wenn man Leuten erzählt, dass es das quasi schon gab als ich noch Eierschalen hinter den Ohren hatte, gucken sie einen immer ganz groß an.

Naja, nachfolgend nun mal ein paar Beispiele von high-end technology im Haushalt.
Ich hatte ja mal berichtet, dass unser Haus keine fest installierte Heizung hat. Daher haben wir alle einzelne Heizungen im Zimmer stehen, die sich aber immer nach ca. 20 min. von selber abstellen. Hier meine:

Das blaue Licht hinten an der Wand zeigt an, dass die Heizung an ist.

Unsere Waschmaschine ist auch grandios. Mit der kann man nämlich nur kalt waschen und die läuft auch nur 10 min., d.h. richtig schöne dicke Flecken (z.B. Curry auf´m Pullover) kriegt man da nicht raus. Da muss dann schon Wonder Soap (Gallseife) her, um die Klamotten wieder sauber zu kriegen. Hier die Waschmaschine. Ein großes dunkles Loch. :-)



Badezimmeramaturen sind hier auch so eine Sache. Hier unsere Duschamatur. Ich mein, man brauch ja auch nicht mehr ... Off, Cold, Warm, Hot! Reicht doch!



Das allerbeste allerdings ist unsere Waschbeckenamatur. Von ´nem Einhandmischer haben die hier auch noch nix gehört.



Ich glaube auch, dass das Waschbecken nur für zierliche kleine asiatische Fingerchen gemacht worden ist. Ich krieg meine Pranke da kaum unter den Wasserhahn.

Wir kochen und backen ja alle ganze gerne hier ... man muss sich nur mit dem Herd arrangieren, dann klappt´s auch mit dem Abendessen. Der Herd ist nämlich mehr so ´ne Feuerstelle mit Heizspiralen und auch der Ofen eher ein kompletter Heizdraht:


Aber es funktioniert!

Das accomodation office ist ja auch immer um das Wohlergehen der Studenten bemüht und hat daher gute Ratschläge an die Wand gepinnt, damit man nicht krank wird.
Aber wer bitte rotzt sich in die upper sleeves?? Ist ja fies. Muss ne neuseeländische Angewohnheit sein. Bäh!



Ja, so ist das hier. So leben wir. Am man muss sagen, dass alles funktioniert und wir uns wirklich nicht beklagen können, denn wir haben auch schon andere Wohnungen gesehen, da hätte ich im Lebtag nicht einen Tag wohnen wollen. Nennen wir es mal "Beschweren auf hohem Niveau"! :-)

Schönen Tag!

Montag, 26. Mai 2008

The time has come: Last uni week!

Nur noch eine Woche!! Dann hab ich die Uni hinter mir. Das ging jetzt alles ganz schön schnell.

Aber momentan bin ich noch gut beschäftigt mit meinen diversen Projekten, die ich nächste Woche Dienstag einreichen muss. U.a. muss bis dahin die Präsentation unseres SIFE-Projekts stehen. Übrigens werde ich leider doch nicht die Victoria University in Auckland bei der nationalen Ausscheidung vertreten, da ich ja dann schon wieder in D´land sein werde. Mein lecturer fand das zwar sehr schade denn er fand es toll, dass er mal eine Studentin hatte, die gute presentation-skills hat und sich mit Powerpoint auskennt und auch nicht auf den Mund gefallen ist. ;-)
Aber wir werden kommenden Mittwoch entscheiden, wer denn nun alles nach Auckland fährt.



Das Wetter ist hier auch gerade eher bescheiden, so dass man gut lernen kann ohne ständig an andere Sachen zu denken, die man doch statt lernen alles so machen könnte. Es soll wohl die ganze Woche so bleiben ... das ist zwar nicht der Hit aber hoffentlich ist es dann hinterher bei meiner Reise auf die Südinsel in den Milford Sound besser.

Samstag, 24. Mai 2008

Clubbing in NZ - Ein Erlebnis





Ausgehen in Neuseeland ist so eine Sache für sich. Anders als nach dem deutschen Ausgehmotto: Je später desto besser! heißt es hier: Je früher desto besser! Mittlerweile haben wir uns daran gewöhnt und versuchen nicht mehr um Mitternacht in irgendeinen Club oder eine Bar zu gehen in der Hoffnung, dass da die mega Party am Start ist. Das kann man nämlich meist knicken.

Naja, nachdem wir alle letzte Woche einige Projekte und assignments einreichen mussten, haben wir beschlossen, dass friday night party night ist. Und was macht man da zuerst? Natürlich eine gute Grundlage für die lange Partynacht schaffen. Eva und ich haben einen kleinen, trendigen Italiener auf der Cuba Street ausgetestet und es uns mit leckerer Schinken-Ruccola-Pizza gut gehen lassen.

Im Anschluss ging´s ins Southern Cross, einer Mischung aus Bar und Restaurant mit ziemlich coolem Biergarten. Ein Kommilitone von Andrea hat dort seinen Geburtstag gefeiert, also haben wir beschlossen, dass wir da doch mal vorbei schauen sollten. Der Laden war gerappelt voll (oh Wunder!) aber gut, als wir ankamen war es kurz nach 9pm!?!
Zumindest waren wir gut drauf und sind irgendwann dazu übergegangen Flaschen Wein anstelle von Gläsern zu bestellen. Mit Kleinkram geben wir uns ja nicht ab! ;-) Eine Spät-Hippie-Band hat für die passende musikalische Untermalung gesorgt und es hat gar nicht so lange gedauert, bis wir schließlich alle auf der Tanzfläche wiederzufinden waren.




Gegen Mitternacht trat dann wieder das übliche Phänomen der "Ladenflucht" auf, d.h. innerhalb kürzester Zeit war der Laden nur noch halb voll weil plötzlich die Hälfte der Leute beschlossen hat, nach Hause zu gehen. Da fängt doch der Spaß gerade erst an!! Naja, als wir gegen kurz nach eins nach Hause gewankt sind, wurde auch schon die Bar geschlossen und die letzten Leute rausgekehrt. Party machen ist hier wirklich seltsam.
Aber genug hatten wir gestern trotzdem und die Kopfschmerzen waren heute morgen auch nicht zu verachten! :-)

Samstag, 17. Mai 2008

Foodshow 2008 Wellington









Heute war mal wieder ein "leckerer Tag". Das ganze Wochenende ist hier Foodshow im Westpac-Stadion und das konnten Eva und ich uns natürlich nicht entgehen lassen. Man konnte so ziemlich alles probieren. Angefangen von Muscheln über Käse, Wurst, Marmelade, Brot, Gewürze, Soßen, Fleisch, Oliven, Pesto, Säfte, Kaffee, Bier, Sekt, Wein bis zu Eis, Schokolade und Muffins ... einfach alles. Haben wir natürlich auch ALLES probiert. :-) Nein, wir haben uns nicht so ganz fürchterlich daneben benommen sondern nur mal hier und da getestet. Aber es hat schon eine ganze Menge leckerer Sachen gegeben.
Weil das Wetter mal wieder gut ist, haben wir uns danach noch zu einem kleinen Verdauungsspaziergang an der Waterfront entschieden. Das war auch echt herrlich. Sobald die Sonne weg ist, wird es allerdings schon richtig kühl. Naja, der Winter kommt halt ...

Mittwoch, 14. Mai 2008

What´s new?

Hi guys!
All good?

Bin gerade ein bisschen fertig, mir tut mein wertes Hinterteil weh und ich hab Hunger! So viel zu meiner aktuellen Situation! :-) Eigentlich müsste ich gerade was für die Uni - muss ja schließlich nächste Woche so das ein oder andere Projekt abgeben - aber ich habe da ja jetzt sowas von keine Lust drauf. Das kann ich auch heute nacht noch machen. :-)

Naja, was gibt es sonst neues?

War am Freitag bei meiner `Kiwi-Connection´ Rachel zum Abendessen eingeladen. Das Praktische ist, dass sie auch Eva´s Kiwi-Connection ist, so dass wir zusammen dorthin gegangen sind. Es gab lecker lecker Lammkoteletts mit dicken Bohnen und Chickenpeas mit Spinat als Hauptspeise und zum Nachtisch Limetten-Zitronenkuchen. Das war nicht verkehrt und wir haben wirklich einen netten Abend gehabt. Aber Kiwis sind manchmal schon komisch ... halten sich für DIE Nation der Erde. :-) Wenigstens war es aber bei denen zH warm. Das ist ja hier in unserem Haus nicht immer so der Fall.
Habe ich eigentlich schon berichtet, dass der Winter hier ins Land zieht? Nein? Na, dann muss ich das aber mal nachholen. Da wir ja hier in der südlichen Hemisphäre leben, sind die Jahreszeiten ja anders herum. D.h. während ihr im schönen Deutschland bei Bombenwetter am See gammelt und vielleicht auch schon das übrig gebliebene `Winter-Hüftgold´ im Bikini präsentiert, wird es hier gerade Herbst und der Zwiebel-Lagenlook wieder in. Bis vor Kurzem hatten wir ja immer noch angenehme 20°, das Ganze hat sich aber nun rapide auf 13° gesenkt und so richtig hab ich mich daran noch nicht gewöhnt. Das Schlimme ist einfach, dass unser Haus hier nicht so richtig .. naja, eigentlich GAR NICHT ... isoliert ist, die Fenster nicht dicht sind, es keine feste Heizung gibt und ich Tee nun nicht mehr sehen kann. Die Bauweise hier ist wirklich grandios und wer von euch daran denkt, nach Neuseeland zu gehen, dem kann ich entweder empfehlen sich mit Merino-Possum-Pullovern und Lammfell-Hausschuhen einzudecken oder aber einen Laden aufzumachen, der Zentralheizungen, Fußbodenheizungen, Dämmwolle und all so´n Schnicki-Schnacki verkauft .. ich garantiere, die hier lebenden Europäer würden euch die Bude einrennen. Naja, aber man gewöhnt sich ja an alles irgendwann und daher sitze ich auch nun schön warm in einer Fleece-Jacke genau vor der tragbaren Heizung. So machen das ja schließlich hier alle. Man muss nur aufpassen, dass man nicht all zu nah an die Heizung kommt, denn sonst steht man direkt in Flammen. Die Teile sind halt nicht so sicher ... obwohl sie neustem Neuseeland-Standard entsprechen .. naja, ich sach ma so: Andere Länder, andere Sitten! :-)
Es soll aber wohl angeblich hier in Wellington nicht schneien ... hm, ich bin mal gespannt.

Nachdem wir es uns am Freitag bei Rachel haben gut gehen lassen, haben Eva und ich uns SA mittag getroffen um frühstücken zu gehen, denn es war Evas Geburtstag und den wollten wir natürlich gebührend feiern. Eigentlich hatten wir eine Mountainbike-Tour geplant, aber leider hat uns das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, so dass wir mit Indoor-Aktivitäten vorlieb nehmen mussten. Naja, was kann man da anderes machen als zu essen?! :-) Es gab schön Scrambled eggs, was ja jetzt nicht so direkt meine Lieblingsspeise ist, aber da das hier alle essen, muss ich das ja auch mal essen. Nachmittags sind wir dann ein bisschen durch die Stadt gezogen und haben uns abends wieder zum ... na, na, wer errät´s? ...richtig, zum Essen getroffen. Eva hat gekocht und das war wirklich sehr lecker. Dazu haben wir dann 2 Flaschen Wein geköpft und sind nachts auf die Piste gegangen. Haben so diverse locations ausgetestet und das ein oder andere Getränk zu uns genommen .. war ein netter Abend und schließlich sind wir dann auf nen "Absacker" bei McDonalds gelandet. Es geht doch nix über nen leckeren Burger mitten in der Nacht. :-) Der Sonntag war dann ein Lern- und Sporttag ... das muss ja auch mal sein.

Arbeite auch gerade ganz fleissig an meinen Projekten weiter. Aber so langsam reicht es mir ... naja, noch 3 Wochen Uni und dann ist es eh vorbei. Dann kommt nur noch die Examphase und dann war es das. Schade eigentlich.

Und jetzt wollt ihr bestimmt auch noch wissen, warum mir der Hintern weh tut? Naja, ich sach ma so: Sport-süchtig halt. War gestern und heute bei X55 und beim Golf spielen. X55 ist hier so ein Sportkurs in der Uni, wo man alles beansprucht. Oberschenkel, Unterschenkel, Bauch, Schultern, Bizepz, Trizeps und alle möglichen und unmöglichen Muskeln in der Schulter und den Armen, Rücken ....und den Hintern. Rundum fit halt. Nachdem ich ja gestern schon war, hat mir heute morgen schon alles weh getan aber nachdem ich heute ja auch nochmal war, und noch gejoggt bin und noch auf der Driving Range war ...da zwirbelt es jetzt ganz schön. :-) Morgen ist Sportpause.

Ja, das war erstmal so das Neuste von hier.

Take care.
Cheers.

Samstag, 3. Mai 2008

Golf & GEE

War heute golfen. Mein Game war zwar nicht das Beste, dafür hab ich aber was anderes gelernt: Fluchen! Jetzt kann ich ungefähr so ziemlich jeden in jeder Art beschmipfen. Golfbälle ganz besonders gut! :-) Wie das kam? Habe heute mit drei Männern aus unserem Club gespielt, die alle recht gutes Hcp haben. Weil aber ja schon mal der ein oder andere Ball nicht so will wie er soll, kommt es halt auch mal zu verbalen Ausrutschern. Craig, mein Mitspieler, cursed like a sailor! My goodness! Vornehmlich kam auch immer das schöne Wörtchen "F*" drin vor. "For F*´s sake!" Roll you f*ing ball!" "What the f* is that f*ing ball doing?!" "That f*ing driver is crap!" Aber das Beste war dann doch: "What a f*ing game!" Tja, aber niemand zwingt uns ja zum Golf spielen, d.h. wir könnten es eigentlich auch lassen. Aber dann kann man auch niemanden mehr in Ruhe beschimpfen! :-)
Morgen geht es wieder auf die Runde. Mal sehen, was ich dann so lernen kann. Aber morgen werde ich mit richtig guten Golfern (Hcp 4 und niedriger) spielen und denke, dass das dann doch eher meinem Schwung als meiner Ausdrucksweise zuträglich ist.

Dann hab ich in der Uni noch ein neues Projekt bekommen. Nennt sich Global Enterprise Experience, kurz GEE. Dabei geht es darum, dass man in einem internationalen Team innerhalb von drei Wochen ein business concept zum Thema : The Fortune at the Bottom of the Pyramid! entwirft. Das Spannende daran ist, dass die Team Member nicht von der Uni hier in Neuseeland sind, sondern über die ganze Welt verteilt studieren. Heißt auch, dass wir uns online über ein Project-Tool und per email verständigen. Nachdem ich von unserer Senior Adviserin gefragt wurde, ob ich so ein Team nicht leiten möchte, und ich dem zugestimmt habe, darf ich mich also nun Team Leader nennen. Mein Team besteht aus 2 Studenten aus Kolumbien, 2 aus Italien und 2 aus Vietnam.
Das Ganze ist echt interessant, besonders wenn man die Kürze der Zeit betrachtet. Zum Schluss müssen wir einen sechs-seitigen Report zu unserer Idee verfassen, dieser geht dann in die Competition gegen zig andere Teams und finally kann man Geld gewinnen und natürlich viele Erfahrungen dabei machen. Noch sind wir mit keiner Idee raus gekommen aber wir haben schon was am Gang .. mal sehen, was sich daraus entwickelt.

Cheers!

Mittwoch, 30. April 2008

Einmal Cape Reinga und zurück ... Mein Midtrimester-Break!

Nach zweiwöchigem Midtrimester-Break bin ich nun wieder in Wellington angekommen. Und es war so sweet as. Ehrlich herrlich. Sind vorletzten Freitag hier mit unserem „Super Saver“-Auto gestartet und zum Tongariro Nationalpark gefahren. Dort hab ich mit Eva und ihrer Mutter den Tongariro Crossing gemacht. Das ist die beliebteste Tageswanderung Neuseelands. Entsprechend geht es da auch zu. Völkerwanderung ist nix dagegen! Die ganze Wanderung ist 18,5 km lang und geht über vulkanisches Gestein den Berg hinauf. So super scenic. Oben angekommen läuft man im Prinzip zwischen dem noch aktiven Vulkan Mt Ngauruhoe und dem Mt. Tongariro durch. Das Ganze war übrigens auch mal Filmlocation für irgendnen Herr der Ringe-Film (ich glaube, das war Teil drei aber weil ich so ´nen Driss nicht gucke, kann ich das nicht mit Sicherheit sagen). Da oben kann man auch ne Menge Krater und Kraterseen betrachten. Aufgrund des Schwefels, der da überall aus dem Boden dampft, hat´s da auch ganz schön nach faulen Eiern gestunken. Nicht gerade das schönste Plätzchen für ein Picknick aber man gewöhnt sich ja an alles. :-) Das Wetter war GsD auch super, so dass wir da keine Malesse mit Regen, Wolken oder Schnee hatten. Nach 6,5 Stunden hatten wir es dann hinter uns und waren froh als wir abends die Wanderschuhe ausziehen konnten. Aber das war schon wirklich cool.



Von dort ging es am nächsten Tag weiter zum Lake Taupo. Das ist so das Paradies für alle die, die gerne mal Fallschirmspringen, Bungee jumpen, Jet Boat fahren o.ä. machen wollen. Wir haben nichts davon gemacht, sondern statt dessen eine gediegene Bootstour über den See, bei der wir auch noch Maori Carvings betrachtet haben. Das war jetzt nichts für den Adrenalinspiegel aber man hat gut gesessen, sonnig war´s und von daher i.O.!



Ab Lake Taupo fängt der Thermal Explorer Highway an. Ab da sieht man es überall aus der Erde dampfen, denn die ganze Gegend ist geothermisch aktiv. Ganz interessant aber ich sag mal so: Haste einen Dampfkrater gesehen, haste alle gesehen! :-) Das Wetter hat an dem Tag auch nicht so mitgespielt, so dass wir im Regen durch die „Craters of the Moon“ gelaufen sind und Dampf betrachtet haben.
Schließlich ging es weiter nach Rotorua. Diese Stadt nennt man auch Fartopolis (Furzstadt) denn dort stinkt es einfach überall. Kein Scherz! Rotorua hat einige bekannte Spa´s wo man sich dann freiwillig in so ´nen Miefmodder reinsetzen kann. Haben wir natürlich gemacht! Soll ja gut sein für die Haut, gegen Frauenzipperlein und all sowas. Waren also im bekanntesten Spa, dem Polynesian Spa. Alles open air mit Blick über Lake Rotorua. Das war schon cool. Von unten war´s warm, von oben hat´s geregnet, alles im Dunkeln leicht beleuchtet .. nicht verkehrt. Ich könnte allerdings schwören, dass mein Bikini selbst nach 3 Wäschen immer noch nach dem Mief stinkt. :-)

Weiter ging der Weg zur Bay of Plenty und nach Tauranga. Auf dem Weg kommt man durch DAS Kiwianbaugebiet des Landes. Überall stehen die Plantagen … leider waren die Kiwis noch nicht reif, so dass wir keine frischen kaufen konnten. Aber Ernte ist bald, daher hoff ich einfach mal, dass es dann hier lecker viele Kiwis gibt. Die findet man nämlich nicht immer. Importierte aus Italien (?!) gibt´s hier schon mal, aber wer will die denn?



In Tauranga hat´s so heftig geregnet, dass man noch nicht mal Mt. Maunganui sehen konnte. Somit haben wir uns einfach in den nächsten Starbucks gesetzt und Pläne für die Weiterfahrt geschmiedet. Die ging dann auf die Coromandel Peninsula, die richtig scenic und herrlich war. Das Wetter wurde auch besser und wir sind abends in Coromandel Town angekommen und haben uns im Hostel eingemietet. Das war direkt mit Familienanschluss. Der Hausherr hat uns abends fangfrischen Fisch mit Butternut (Kürbisart) und Kumara (Süßkartoffeln) gekocht. Sooo lecker. Zum Nachtisch gab´s dann auch noch Hokey Pokey (neuseeländisches Eis) mit Passionsfruchtdressing. Satt und zufrieden sind wir da abends ins Bett gefallen.

Am nächsten Tag haben wir die Peninsula erkundet und sind zur Fletcher´s Bay gefahren. Das ist so der abgelegenste Punkt überhaupt, gibt auch nur ne gravel road dahin und zwischendurch mussten wir auch durch ein Wasserloch fahren weil es sonst nicht weiter gegangen wäre. Haben auf dem Weg noch nen Backpacker mitgenommen. Johannes aus Thüringen. Der hat uns auf die Frage, was er am meisten vermisst, verraten, dass er sich am allermeisten auf ne echt thüringische Bratwurst freut wenn er wieder zu Hause ist. War ja klar, oder? :-) War aber ein ganz lustiges Geselle und wir haben ihn in Fletcher´s Bay am Backpackerhostel raus gelassen. Keine Ahnung, wie der da wieder weg gekommen ist. Da war nix los. Da war noch nicht mal einer außer ihm. Zumindest startete dort auch der Coromandel Walkway, von dem wir leider nur ein Stück laufen konnten weil wir relativ spät erst da waren. Aber schön war es trotzdem. Es sah aus wie im Rosamunde Pilcher Land. Grüne Hügel, Meer, Schafe … wie in Cornwall. :-) Leider wurden wir an dem Abend nicht wieder bekocht, so dass wir selber den Kochlöffel schwingen mussten. War aber ok. Haben wir ja schließlich die anderen Abende auch gemacht.



Aus der Mitte des Nichts ging es am nächsten Tag weiter nach Auckland. Horror. Auf einmal so viele Leute um einen rum … :-) … da haben wir dann erstmal einen Kulturschock bekommen. Obwohl Auckland nicht die Hauptstadt von Neuseeland ist, ist sie trotzdem viel größer als Wellington. Und sie hat einen sehr schönen Hafen mit sehr schicken Booten. Da hatte man gut was zu gucken. Da Auckland auch die „City of Sails“ genannt wird, war die Segeltour natürlich Pflicht. So haben wir bei „Pride of Auckland“ die 1,5 stündige Coffee Cruise gebucht. War allerdings leicht enttäuschend weil wir nicht mit dem eigentlich angedachten Boot gesegelt sind, sondern auf dem Boot von so zwei Seebären, die anscheinend hier und da mal ihr Boot zur Verfügung stellen um doofe Touris durch die Gegend zu schippern. Da war die Segeltour in Sydney bedeutend besser. Naja, zumindest gab´s Tee und Muffins. Das gab´s in Sydney nicht. Und es gab Seemannsgarn vom allerfeinsten. Der Kapitano hat Stories erzählt … ob man das so allesglauben konnte?? :-)



Außer einem schönen Fischmarkt, mit grandios leckerem Fish & Chips, hat Auckland jetzt nicht so viel zu bieten. Die Stadt ist auch nicht groß, so dass man relativ schnell durchgelaufen ist. Aber nachdem wir ja aus der Pampa kamen, war das schon mal wieder i.O.! Insgesamt waren wir drei Nächte in Auckland.

Nachdem wir dann genug von Menschen und Ampeln und Autos hatten sind wir weiter Richtung Norden mit Ziel Paihia/Russell in der Bay of Islands gefahren. Auf dem Weg dorthin haben wir in Whangarei noch eine Wanderung zum Wasserfall gemacht, die sehr schön war. Der Wasserfall war tatsächlich auch mal sehenswert. Häufig wird hier nämlich etwas groß angekündigt und schlussendlich ist´s dann gar nicht so toll. Die guten Kiwis neigen schon mal zu Übertreibungen.

Das Hostel, das wir in Paihia bezogen haben, war total super. Das war mehr ne Mischung aus Appartments und Backpackerhostel. Aber weil die Zimmer in den Mehrbettzimmern leider alle belegt waren, haben uns die Besitzer ein Appartment zum Preis des Mehrbettzimmers gegeben. Herrlich. Mal keine Dusche auf dem Gang. Ein eigenes Badezimmer. Ein Fernseher. Ein Kühlschrank. Richtiges Bettzeug. Da definiert man Luxus neu!

Die Stadt, naja, eher das Dorf, ist nicht besonders groß aber sehr schön und man kann viele Wasseraktivitäten machen. Z.B. kann man mit der „On the Edge“ fahren. Das ist der schnellste Katamaran der südlichen Hemisphäre (wieder so ne Übertreibung) und bietet eine 6,5 Stunden Tour zum Hole in the Rock und nach Cape Brett an. Statt der Coffee Cruise in Auckland wären wir besser mal damit gefahren…. Das sah nach Spaß aus. Wir haben aber die Fähre zur anderen Seite der Bucht nach Russell genommen. Russell ist auch so eins der netten kleinen Dörfchen mit alten Häusern im Kolonialstiel, einer Mission, einer alten Kirche und einfach ganz nettem Flair. Nachdem wir uns dort umgeguckt hatten, haben wir noch ein kleines Picknick am Strand gemacht und sind dann wieder mit der Fähre zurück gefahren. Anschließend wollten wir durch einen Mangrovenwald zu den Haruru-Falls laufen. Da es hier aber leider schon relativ früh dunkel wird, hätten wir das zu Fuß nicht mehr geschafft. So sind wir dann nur ein Stück des Weges gelaufen und haben den Rest mit dem Auto gemacht. Gleichzeitig haben wir dabei auch noch einen schicken Outlook gefunden und ich hab einen Blick auf den Golfplatz von Waitangi werfen können. Dort habe ich am folgenden Tag schöne 9 Loch gespielt. Der Platz war wirklich cool. Sehr gepflegt, eine sensationelle Aussicht … schön!



Nachmittags sind wir weiter an die Westküste gefahren. Dort gibt es Kauri-Bäume zu besichtigen. Das sind so die dicksten Bäume überhaupt. War schon ganz nett aber leider hat es geregnet, so dass wir mal wieder im Regen durch den Wald gestapft sind.

Da wir am nächsten Tag noch einen Freund abgeholt haben, der von der Südinsel hoch geflogen ist um mit uns bis nach Cape Reinga zu fahren, mussten wir uns überlegen, wo wir die Nacht bleiben um nicht all zu viel Umweg zu fahren. Schließlich haben wir uns für die Karikari Peninsula nahe der Doubtless Bay entschieden. Das Hostel dort war der absolute Horror. War auch mit Familienanschluss, sah aus wie bei den Flintstones, meine Allergie kam direkt raus … das war nix. Naja, weil wir dort aber erst abends angekommen sind, und es da auch nix anderes gab, haben wir uns entschlossen zu bleiben. Aber wir waren froh, als wir am nächsten Tag dort wieder weg fahren konnten. Der Weg führte dann zum Carrington Club, einem schicken Golfclub. Mehr sowas wie ein Countryclub. Dort habe ich dann auch nochmal 9 Loch gespielt. Auch der Platz war perfekt. Super gepflegt, challenging aufgrund vieler Wasserhindernisse und vielen Bunkern. Das hat echt Spaß gemacht. Nachmittags haben wir dann Khanh am Bus abgeholt und sind nach Pukenui in Northland gefahren.

Von dort startete die Reise am nächsten Tag zum Cape Reinga, dem (fast) nördlichsten Punkt Neuseelands. Man kann auf dem Weg dahin noch auf so einer schicken großen Sanddüne sand boarden. Das haben wir natürlich auch gemacht. War eine sehr sandige Angelegenheit aber hat Laune gemacht. Der Weg nach Cape Reinga ist auch nur ne gravel road. Die wird aber gerade ausgebaut und entsprechend viele Baufahrzeuge fahren da rum. Dazu kommen noch die Busse und die Touris in ihren Leihwagen… da war schon mehr los als auf so manch anderer Straße, die wir gefahren sind. Alternativ zu der Straße kann man auch über den Ninety Mile Beach fahren, der ca. 90km lang ist. Mit Mietwagen ist das aber leider verboten, daher war uns der Spaß nicht vergönnt. Wir haben dort aber trotzdem mal geguckt und selbst am Strand ging es zu wie auf der Autobahn. Da musste man immer links und rechts gucken bevor man den Strand überqueren wollte. Betonmischer, Jeeps, Motorräder, Busse …alles war dabei. Mich hat es schon in den Fingern gekitzelt da auch lang zu fahren, aber man weiß ja nie ob was passiert oder nicht … naja, also haben wir es gelassen. :-/ Stattdessen haben wir da ein Stündchen in den Dünen Power-Napping gemacht. Das war auch nett.




Ja, und dann ging es schon zurück nach Auckland. Haben dort noch eine Nacht verbracht und sind Samstag wieder nach Wellington geflogen. Insgesamt sind wir dann 2.500 km gefahren. Schon eine ganz schöne Strecke. Aber es hat sich gelohnt. Als nächstes ist dann wohl die Südinsel dran. Da werde ich im Juni noch mal sehen, was da so abgeht.

Anbei noch "ein paar" Photos. :-) Sind wirklich nur ein paar, denn ich glaube es gibt insgesamt so 4.000 Bilder.... ja, das kommt schon hin. Einfach auf das Bild klicken und dann kann man sich das Album ansehen.

Cheers


Midtrimester Break

Dienstag, 8. April 2008

Bayern backt!

Gestern war Brez´n-Backtag. Sehr amüsant.
Meine Roomie, die Andrea, kommt aus dem schönen Freistaat Bayern und studiert dort an der TU München Architektur. Da ihre Uni mit der Vic Uni hier in Welli eine Kooperation hat, ist sie als Exchange-Student hier und weil heute Exchange-Fair war, musste sie mit einigen anderen Bayern ihre Uni vorstellen.
Um den interessierten Studenten etwas besonderes zu bieten und das Ganze ein bisschen netter zu machen, haben sie beschlossen, eine bayrische Spezialität zu machen:Brez´n!
Somit traf sich gestern halb Bayern bei uns in der Flat und hat alles gegeben um ein paar leckere Brezeln zu backen. Das Ganze war sehr lustig und auch sehr lecker denn natürlich mussten wir das Endresultat auch probieren. :-)
Ein Stückchen Deutschland in Neuseeland ... herrlich!

Donnerstag, 3. April 2008

It´s not just fun!

Hi there!

Nachdem ich ja nun ausgiebig die Spaß-Seite dieses Aufenthalt beschrieben habe, werde ich jetzt mal dazu übergehen und berichten, was ich eigentlich so den ganzen Tag mache (außer Golf spielen und Cookies essen!).

In den Augen der Neuseeländischen Studenten bin ich ein Glückspilz. Das hat einen einfachen Grund: Ich muss "nur" 2 Kurse belegen, der Rest muss hier 4 Kurse belegen! Und damit sind die echt gut bedient. Wenn ich mal hier und da erzähle, dass ich in Deutschland 13 (!!) Kurse pro Semester belege und das Ganze in nur 3 Monaten durchziehe, was andere in 6 Monaten machen, dann werde ich meist ungläubig angeschaut.
Aber nun gut, hier allso zu meinem Uni-Alltag.

Habe einen International Business (IBUS) Kurs (Strategic Strategy and Structure in International Business) und einen Management Kurs (Organisational Innovation and Change) belegt.
Beim IBUS-Kurs geht es mehr oder weniger darum, die Strategien internationaler Unternehmen zu ergründen, warum einige Firmen erfolgreich sind, warum andere nicht und was eigentlich alles dahinter steckt. Neben den Vorlesungen haben wir tutorials, für die wir jede Woche eine Präsentation vorbereiten und auch präsentieren müssen. Die Inhalte der Präsí´s zielen meist auf den Inhalt der lectures ab und sind daher gut, um das Ganze nochmal zu wiederholen. Zusätzlich müssen wir ein Group Assignment über ca. 3.000 - 4.000 Wörter schreiben und dann finally auch noch ein Individual Assigment über den selben Umfang und dann Anfang Juni unser Exam.
Im Management-Kurs entwicklen wir Business-Ideas im Zusammanhang mit SIFE - Students in Free Enterprises. Das ist wirklich mal cool und ich wünschte, sowas hätten wir auch bei uns in D'land an der Uni. Zu Anfang haben einige meiner Kommilitonen Ideen vorgestellt, was sie gerne machen würden und wir konnten uns dann einer Gruppe anschliessen. Es gab Ideen wie Solar Street Lightning, Nuts-Programm (Programm zur Krebs-Präventation für Männer), Müllverbrennung usw... Wir entwicklen diese Projekte ständig weiter, d.h. treffen uns, brainstormen, machen Präsentationen, Fragebögen, Flyer, Homepages usw ... und geben alles, dass das Projekt was wird.
Ich habe mich einem Projekt angeschlossen, dass sich "Project Jackson Street" nennt. Bei dem Projekt geht es darum, kleine Unternehmen der Jackson Street zu einer Kooperative zu vereinigen und für diese Kooperative dann einen Marketing- und Purchasing Pool zu gründen, so dass die kleinen Businesse beispielsweise zusammen mehr purchasing power haben und so zusammen günstiger einkaufen können. Das geht von Strom über Wasser bis zu Telekommunikationskosten. Darüber hinaus wollen wir die Jackson Street sichtbarer für Neuseeland machen, d.h. wir wollen aus ihr einen "place-to-be" machen, wo man unbedingt hin muss. Dazu muss ich sagen, dass die Jackson Street nicht in Wellington ist sondern in Petone, dass ca. 15 Minuten mit der Bahn außerhalb von WNGT liegt. Aber die Straße an sich hat halt einen guten Mix aus Geschäften, Bars, Restaurants, Delikatessengeschäften etc. den man interessant vermarkten kann und als Einkaufsalternative zu anderen Orten hervorheben kann.
Heute morgen um 7.30 hatten wir Business Breakfast mit den Business-Ownern der Jackson Street in einem Café auf der Jackson Street. Das war wirklich interessant und hat uns einige gute Kontakte, Möglichkeiten und Ideen gebracht. Ziel dieses Meetings war es, die neue Managerin der Straße zu treffen und uns vorzustellen. Insgesamt waren ca. 35 Business Owner da.
Aus den ganzen Projekten, die wir momentan entwicklen, wird am Schluss das vielversprechenste ausgesucht und wird vor einem neuseeländischen Auswahlkomittee in Auckland vorgestellt. Wenn man dadurch ist, geht es zur internationalen Ausscheidung nach Singapur. Da das Projekt aber auch in Auckland vorgestellt werden muss, werden bei uns aus dem Kurs 6 Studenten ausgesucht, die das präsentieren müssen (es sind nicht zwingend die, die das Projekt entwicklen). Damit der lecturer sich ein Bild über unsere Präsentations-Skills machen kann, müssen wir alle für jede Woche eine Präsentation einer Fallstudie bearbeiten und vorstellen. Ich hatte meine Präsentation letzte Woche und nachdem ich fertig war, sagte mein lecturer: I want you to be in my team! Das sieht also für mich schon mal ganz gut aus. Und die Erfahrung wäre natürlich auch der Hit. :-)

So sieht also mein Studenten-Alltag hier aus. Es ist wirklich interessant und ich finde, dass ich es ganz gut angetroffen habe.

In der Slideshow sieht man zwei der fünf Campi die es hier gibt. Das eine ist die Law School, oder auch Government Buidling genannt, das andere ist der Pipitea Campus. Dort ist die Faculty of Commerce & Administration und die Victoria Business School. An beiden Campi habe ich meine Vorlesungen!

So far.
J.

Samstag, 29. März 2008

Super 14 Rugby - Hurricane warning!


Gestern war Rugby Time und das war richtig cool!

Schon seit längerer Zeit wurde hier überall Werbung für das Super 14 Game Hurricanes (Wellington) vs. Crusaders (Christchurch/Canterbury) gemacht und nachdem wir ja nu schon beim Cricket waren - und das ja eher ne Schlafnummer war - haben wir beschlossen, dass es nun Rugby-Zeit ist. Gesagt, getan, Karten gekauft, auf zum Spiel!

Die ganze Stadt war in Partystimmung und man konnte so richtig das Hurricane-Feeling fühlen. Zudem hatten sich alle dem Anlass entsprechend in den Clubfarben gelb/schwarz gekleidet. Mich hat das ja jetzt eher an mein Biene Maja-Karnevalskostüm von vor 2 Jahren erinnert .... gut, hätte ich`s gewusst, ich hätt`s mitgebracht.

Mit Bier und Pommes ausgestattet haben wir uns zu unseren Plätzen begeben und konnten zum Auftakt die knackischen jungen Männer beim Training betrachten. Es gibt schlimmeres ...! :-) Da laufen definitiv schon ein paar ganz nette Schnitten rum. Die Cheerleader haben dann auch noch alles gegeben und ihre Beine in die Höhe geworfen, so dass auch die männliche Fangemeinde zufrieden gestellt war.

Als das Spiel dann tatsächlich angepfiffen wurde, war die Stimmung bestens. Leider haben die Crusaders in den ersten 10 Minuten dann aber tatsächlich 7 Punkte gemacht und das ganze dann auf 20 Punkte ausgebaut. Zum Schluss hatten die Hurricanes leider nur 13 Punkte und somit verloren. Hmmm, das war natürlich nicht so toll aber wir als 'loyal fans' haben fleissig unsere Fahnen geschwenkt und den Hurricanes-Schlachtruf mitgesungen. Gut, der war jetzt auch nicht so schwer (Hurricanes, hurricanes ...) und wenn man Karneval gewöhnt ist, wo man nach 2 Liedzeilen das ganze Lied mitsingen kann, dann ist das ja ein Klacks. :-)

Zwischendurch hat man schon die ein oder andere Schlacht auf dem Spielfeld gesehen, so dass der Arzt und sein Assistent ordentlich zu tun hatten. Wir haben uns nur gefragt, ob die Kerle noch einen Funken Gehirn übrig haben denn so oft wie die mit den Köppen aneinander geknallt sind ... das kann ja nicht gesund sein!


Leider hat die Saison der All Blacks (DIE Rugby-Mannschaft Neuseelands) noch nicht angefangen. Aber wir hoffen doch schwer, dass wir vor Abreise einmal in den Genuss kommen, die Jungs spielen zu sehen.


Jetzt noch für alle Interessierten:

Das Spiel heisst Super 14 weil es der größte Rugby-Union Wettbewerb in der südlichen Hemisphäre ist, an dem 14 Provinzmannschaften aus Australien, Neuseeland und Südafrika teilnehmen. Wieder was gelernt ...!
Und hier die Hüppemützchen: